(München) Wie verändert die Digitalisierung das Gastgewerbe? Welche Chancen bietet Künstliche Intelligenz und auf welche Zahlungslösungen können unsere Betriebe setzen? Mit diesen und weiteren Zukunftsthemen beschäftigte sich das Forum Junge Gastgeber des DEHOGA Bayerns bei ihrer Jahrestagung am 9. September in München.
Ein zentraler Programmpunkt war der direkte Austausch mit dem bayerischen Digitalminister Dr. Fabian Mehring, MdL. In der Diskussionsrunde ging es um konkrete Fragen aus der Praxis wie beispielsweise: Wie wird Künstliche Intelligenz die Hotellerie und Gastronomie in den kommenden Jahren verändern – und worauf sollten sich Gastgeber bereits heute vorbereiten?
Thematisiert wurde auch das Programm „NEXTGen4Bavaria“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Unternehmerinnen und Unternehmer digitale Lösungen gezielt für ihre Betriebe nutzen können. Gerade im Gastgewerbe bieten automatisierte und digitalisierte Prozesse Potenzial, administrative Abläufe zu vereinfachen und dadurch mehr Freiräume für die eigentliche Gastgeberrolle zu schaffen.
Digitalminister Dr. Fabian Mehring dazu: „Die nächste Generation von Unternehmerinnen und Unternehmer ist der Schlüssel für Bayerns wirtschaftliche Zukunft. Gerade im Gastgewerbe zeigt sich: Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge bewahrt starke Traditionen und schafft zugleich Raum für frische Ideen, Innovation und neues Wachstum. Mit Erfolgsprogrammen wie NextGen4Bavaria, KI-Transfer-Plus oder unserem KI-Innovationsbeschleuniger geben wir jungen Unternehmerinnen und Unternehmern Rückenwind für ihren Weg in die Verantwortung. Denn: Wer heute erfolgreich wirtschaften und im Wettbewerb bestehen will, muss die Chancen nutzen, die in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz stecken. Gemeinsam mit starken Partnern wie der DEHOGA Bayern machen wir deshalb aus jungen Nachfolgerinnen und Nachfolgern Unternehmerpersönlichkeiten, die Traditionen weiterdenken, Chancen ergreifen und die Zukunft unserer Heimat positiv gestalten. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Mittelstands und helfen Bayerns Gastgewerbe, Wohlstand, Arbeitsplätze und Lebensqualität in Bayern zu sichern.“
Im Anschluss stand der Austausch mit Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern, auf dem Programm. Im Mittelpunkt aktueller Branchenthemen stand insbesondere die Debatte um den Minijob und deren mögliche Auswirkungen auf die Unternehmen des Gastgewerbes.
„Unsere jungen Gastgeber wollen anpacken, investieren und ihre Betriebe in die Zukunft führen. Dafür brauchen sie aber Rahmenbedingungen, die unternehmerisches Handeln ermöglichen, statt es immer weiter zu erschweren. Minijobs sind für unsere Branche unverzichtbar. Wer sie verteuert oder ihre Flexibilität einschränkt, trifft unsere Betriebe genau dort, wo sie ohnehin unter enormem Kostendruck und Personalmangel stehen. Deshalb ist für uns klar: Wer sich politisch zum Minijob bekennt, muss ihn auch bezahlbar und praxistauglich halten“, so Geppert.
Prof. Dr. Markus Pillmayer von der Hochschule München gab wichtige Impuls zum Thema „New Work im Tourismus“. Dabei ging es um die Veränderungen der Arbeitswelt und die Frage, wie Fachkräftesicherung, Digitalisierung und neue Arbeitsmodelle die Zukunft des Tourismus und des Gastgewerbes prägen.
Im Anschluss ging es für die Teilnehmer auf Trendtour durch München. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch des neuen Hotel COCOON an der Theresienwiese sowie ein Aperitif im Umadum Riesenrad im Werksviertel. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Nice Dining klang die Jahrestagung aus. Neben den fachlichen Diskussionen bot das Treffen damit auch Gelegenheit, neue Konzepte kennenzulernen, Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis auszutauschen und Kontakte innerhalb der jungen Gastgebergeneration zu vertiefen.
-Ende der Pressemitteilung-