Tierhaltungskennzeichnung: EU-Kommission bestätigt Bedenken

Mehr Tierwohl braucht praxistaugliche Lösungen – keine neue Bürokratie für Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung.

Die EU-Kommission sieht den Entwurf zur Ausweitung der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung kritisch und bestätigt damit zentrale Bedenken des Verbändebündnisses. Aus unserer Sicht ist klar: Mehr Tierwohl ist wichtig, darf aber nicht zu neuen, kaum umsetzbaren Bürokratielasten für Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung führen.

Gerade kleine und mittelständische Betriebe würden durch zusätzliche Nachweis-, Dokumentations- und Aktualisierungspflichten massiv belastet – etwa bei wechselnden Lieferungen, Speisekarten, Apps oder digitalen Bestellsystemen. Der praktische Nutzen steht in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Wir fordern deshalb, die verpflichtende Ausweitung auf die Außer-Haus-Verpflegung und verarbeitete tierische Lebensmittel zu streichen. Statt neuer Pflichten braucht es praxistaugliche Lösungen, freiwillige Kennzeichnungsmöglichkeiten und gezielte Anreize für mehr Tierwohl.