Gastgewerbeumsatz auch im August weiter schwach

Das Gastgewerbe bleibt unter Druck: Im August sank der reale Umsatz um 4,8 Prozent, in der Gastronomie sogar um 7,3 Prozent. Entlastungen sind dringend nötig.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im August 2026 im Vorjahresvergleich nominal 2,1 Prozent mehr und real 4,8 Prozent weniger umgesetzt. Gegenüber dem Vorkrisenmonat August 2019 betrug das Plus nominal 8,7 Prozent (real -24,3 Prozent).

Unsere Einordnung:

Das Gastgewerbe steht weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Selbst im Reisemonat August lag der reale Umsatz deutlich unter dem ohnehin schwachen Vorjahresniveau. Die nominalen Umsatzzuwächse reichen bei Weitem nicht aus, um die stark gestiegenen Kosten vieler Betriebe auszugleichen.

Besonders angespannt ist die Situation in den gastronomischen Betrieben: Mit einem realen Minus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete das Gaststättengewerbe im August 2026 den zweitstärksten Umsatzrückgang in einem Monat seit September 2024. Hohe Personal-, Energie- und Wareneinsatzkosten treffen auf eine zunehmend zurückhaltende Gästenachfrage. Gleichzeitig können die steigenden Kosten nur begrenzt über höhere Preise an die Gäste weitergegeben werden.

Das Beherbergungsgewerbe schnitt im August besser ab, musste real aber ebenfalls ein leichtes Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Gleichzeitig lag auch die Zahl der Übernachtungen 0,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Gastgewerbe braucht endlich deutliches wirtschaftspolitisches Handeln, um die anhaltende Umsatzschwäche zu überwinden: Finanzielle Entlastungen, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und eine Stärkung der privaten Nachfrage. Andernfalls drohen weitere Betriebsschließungen und der Verlust der gastronomischen Vielfalt in den Regionen.