Wenn in saisonalen Spitzenzeiten oder bei kurzfristigen Engpässen zusätzliche Hände gebraucht werden, greifen viele Betriebe auf Zeitarbeitskräfte zurück. Dabei kommt dem Arbeitsschutz besondere Bedeutung, gerade, wenn die „Neuen“ mitten im laufenden Betrieb einsteigen. Die Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit der überlassenen Arbeitskräfte tragen Einsatzbetrieb und Zeitarbeitsunternehmen gleichermaßen.
Grundsätzlich gilt: Alle Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die für die Stamm-Belegschaft gelten, müssen auch für Leiharbeiter umgesetzt werden. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe empfiehlt Unternehmen und Zeitarbeitsfirmen, die jeweiligen Einsatzorte im Betrieb gemeinsam zu begutachten und die notwendigen Schutzmaßnahmen abzustimmen. Eine sorgfältige Einweisung, die Bereitstellung von Schutzausrüstung wie auch die Integration in bestehende Abläufe sind unerlässlich. Werden personenbezogenen Präventionsmaßnahmen zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzbetrieb aufgeteilt, sollte das verbindlich in einer Arbeitsschutzvereinbarung festgehalten werden.
Gut zu wissen sind zudem die Kriterien, die die Arbeitnehmerüberlassung vom Werkvertrag abgrenzen. Denn beim Werkvertrag liegt die Verantwortung für den Arbeitsschutz vollständig beim Auftragnehmer, also jenem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter festangestellt sind.
Zeitarbeit: Arbeitsschutzpflichten beachten
„Branche Zeitarbeit – Anforderungen an Einsatzbetriebe und Zeitarbeitsunternehmen“
Über die BGN:
Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mit Sitz in Mannheim ist seit 1885 die gesetzliche Unfallversicherung für die Unternehmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, des Hotel- und Gaststättengewerbes, des Bäcker- und Konditorenhandwerks, der Fleischwirtschaft, von Brauereien und Mälzereien sowie von Schausteller- und Zirkusbetrieben. Alle Beschäftigten in diesen Betrieben sind kraft Gesetzes bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten bei der BGN versichert – zurzeit rund 3,8 Millionen Menschen in über 390.000 Betrieben.