DEHOGA Kampagne zur Wochenarbeitszeit

Ziel der Kampagne ist die Ablösung der starren täglichen Höchstarbeitszeit durch eine praxistaugliche Wochenarbeitszeitregelung im Einklang mit der EU-Arbeitszeitrichtlinie.

Arbeitswelt und Lebensrealitäten haben sich grundlegend verändert. Das Arbeitszeitrecht nicht. Genau hier setzen wir als DEHOGA Bundesverband an und haben die bundesweite Kampagne „Wochenarbeitszeit jetzt“ gestartet. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen authentische Stimmen aus der Branche: Unternehmer, Mitarbeiter und Teams machen glaubwürdig deutlich, warum flexible Arbeitszeiten für sie wichtig sind.

Fakten, Beispiele, Rückenwind aus Europa 

Über die Kampagnenplattform www.wochen-arbeitszeit.de, die auch auf der DEHOGA-Website eingebunden ist, sowie die Social-Media-Kampagne #wochenarbeitszeitjetzt informieren wir faktenbasiert über Vorteile und räumen mit Vorurteilen auf. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigen wir, wie moderne Arbeitszeiten Betriebe stärken, Mitarbeiterwünsche berücksichtigen und echte Win-win-Situationen schaffen. Bereits 13 EU-Staaten haben flexible Arbeitszeitregelungen. Deutschland muss jetzt nachziehen. 

Jede Stimme zählt – gemeinsam aktiv werden 

Unsere Kampagne soll wachsen und die Reform vorantreiben. Weitere Statements von Unternehmern und Mitarbeitern sind ausdrücklich erwünscht. Die Testimonial-Kacheln der Kampagne werden reichweitenstark über die DEHOGA-Kanäle ausgespielt. Wenn Sie sich mit Ihrem Betrieb einbringen wollen, wenden Sie sich gern an Ihren Landesverband oder direkt an uns im Bundesverband. Jede zusätzliche Stimme erhöht die Sichtbarkeit und den politischen Handlungsdruck.

Hintergrund: Praxis statt Paragrafenstarre 

Das Korsett der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden, im Ausnahmefall von zehn Stunden, passt nicht zu einer Branche mit Veranstaltungen, Saisonspitzen und Beschäftigten, die lieber an einigen Tagen länger im Einsatz sein wollen und dafür an anderen Tagen früher gehen oder frei haben. Genau diese Freiheit verhindert das heutige Gesetz. Es geht nicht um mehr Arbeit, sondern um eine bessere Verteilung. 

Wir begrüßen, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vereinbart haben. Den Worten müssen jetzt konkrete Schritte folgen. Jetzt ist die Zeit für moderne Regeln. Jetzt ist die Zeit für die Wochenarbeitszeit!