(München) Angesichts der Vorschläge der Rentenkommission warnt der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern vor einer Verteuerung, Einschränkung oder gar Abschaffung von Minijobs. DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer: „Minijobs müssen als flexible Beschäftigungsform erhalten bleiben. Minijobs sind für das Gastgewerbe unverzichtbar. Sie helfen, Spitzenlasten abzudecken, saisonale Schwankungen zu bewältigen, dem demographischen Wandel abzufedern und vielen Menschen einen unkomplizierten Zuverdienst zu ermöglichen. Eine Verteuerung der Arbeitgeberanteile oder gar Einschränkung auf einzelne Personengruppen würde Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen treffen.“
DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert: „Minijobs sind kein Problem des Arbeitsmarkts, sondern Teil seiner Lösung – besonders in arbeitsintensiven bzw. „nicht planbaren“ Branchen. Die Abgabenlast auf reguläre Arbeit ist zu hoch. Wer Minijobs verteuert, kuriert lediglich ein Symptom, verschärft aber die Ursache.
Inselkammer: „Es darf keine Erhöhung der Arbeitgeberbelastungen bei Minijobs geben, auch keine Abschaffung oder Einschränkung auf Schüler. Zudem dürfen wir Leistungsbereite nicht weiter belasten, zumal deren Zuverdienst zu 100 Prozent wieder in den Konsum fließt. Es muss eine Gleichberechtigung zur steuerfreien Aktivrente geben. Wir müssen Minijobs als gewünschten Zuverdienst anerkennen. Wenn der Minijob nicht so attraktiv bestehen bleibt, wird Arbeitsleistung verloren gehen. Wir brauchen eine sachliche Debatte statt pauschaler Vorwürfe zur Altersarmut.“
Geppert: „Hotellerie und Gastronomie sind beschäftigungsintensive, mittelständisch geprägte Branchen. Sie sichern Versorgung, Lebensqualität, Tourismus, Ausbildung und regionale Wertschöpfung in Bayern. Aktuelle politische Vorhaben drohen jedoch Betriebe zusätzlich zu belasten, Flexibilität einzuschränken und neue Bürokratie aufzubauen. Als DEHOGA Bayern fordern wir deshalb eine Politik, die Arbeit ermöglicht, Betriebe entlastet und Praxisrealitäten anerkennt. Die Leistungsträger in unserem Land wollen einen attraktiven Hinzuverdienst.“
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