Das bayerische Gastgewerbe als Hauptleistungsträger des Tourismus in Bayern ist eine starke Wirtschaftskraft und ein verlässlicher Jobmotor. 220.000 Betriebe, davon 40.000 in Bayern, mit einer einzigartigen Vielfalt tragen maßgeblich zur Attraktivität und Lebensqualität in Deutschland und Bayern bei. Was wäre das Dorf, die Ferienregion, was wären die großen Metropolen ohne Restaurants, Wirtshäuser, Hotels, Biergärten, Dorfkneipen, Cafés, Eisdielen oder Clubs?

Unsere Betriebe sind die öffentlichen Wohnzimmer unserer Gesellschaft. Sie bieten die so wichtigen Plätze für Begegnung und Kommunikation.

Für die Vielzahl der ausländischen Gäste sind wir die Visitenkarte des Landes. Bei uns treffen Menschen aus der ganzen Welt auf Menschen aus der ganzen Welt. Wir sind die Branche der gelungenen Integration. Beschäftigte aus über 150 Nationen arbeiten in unseren Betrieben kollegial zusammen.

Unsere arbeitsmarktpolitische Bilanz ist beeindruckend. In den vergangenen zehn Jahren haben unsere Unternehmen fast 290.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Das ist ein Plus von 39 Prozent. Ein Zuwachs – doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft (+ 18 Prozent). Allein per 30. Juni 2016 weist die Bundesagentur für Arbeit gegenüber dem Vorjahr rund 40.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf, ein Plus von 4 Prozent.

Gastronomie und Hotellerie sind standorttreu. Wir zahlen hier unsere Steuern. Wir bilden in Deutschland aus und schaffen vor Ort Arbeitsplätze. Unsere Unternehmer können keine Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.

Nach ganz aktuellen Erhebungen des Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr und Tourismus arbeitet mittlerweile jeder 20. Erwerbstätige in Bayern in einem Hotel oder Gastronomiebetrieb. Das sind 400.000 Erwerbstätige. Zusätzlich lernt jeder 10. Auszubildende Bayerns (10.000 Auszubildende) derzeit einen Ausbildungsberuf unserer Branche.

Der Tourismus liegt damit bei Beschäftigung und Wertschöpfung mit einem jährlichen Umsatz von 15,8 Mrd. Euro deutlich vor der KFZ-Industrie, dem Maschinenbau und der Bankwirtschaft.

Die Bedeutung unserer Branche wächst von Jahr zu Jahr, Hotellerie und Gastronomie sind mittlerweile die regionalen Wirtschaftsmotoren. Sie sind Garanten einer positiven ländlichen Entwicklung.

Wollen wir die Regionen Bayerns fördern, müssen wir das Gastgewerbe fördern.
Unsere Betriebe findet man in allen Regionen unseres Freistaates, insbesondere dort, wo sich andere Branchen zum Teil seit Jahren zurückgezogen haben. Unsere Hotel- und Gastronomiebetriebe sind absolut standorttreu. Wir produzieren vor Ort – schließlich können wir unseren Schweinsbraten nicht in Tschechien braten. Und wir sind zwingend auf regionale Produzenten, Handwerker und Dienstleister vor Ort angewiesen, denn wenn es einmal wo klemmt, kann der Installateur nicht erst aus Polen anreisen.

Mit zunehmenden Gäste-, Umsatz- und Mitarbeiterzahlen wächst zugleich auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Bayern. Unser Gastgewerbe ist mittlerweile systemrelevant für den Erfolg Bayerns!

Das Reiseland Bayern zieht jährlich mittlerweile rund 35 Millionen Gäste an, die knapp 90 Millionen Übernachtungen tätigen. Damit gehört Bayern zu den führenden Ganzjahres-Destinationen in Europa und ist das Tourismusland Nummer 1 in Deutschland.

Ansprechpartner: LGF Dr. Thomas Geppert

Stand: Mai 2018