DEHOGA Bayern: Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung ist überflüssig

  1. Die tarifgebundenen Unternehmen des Gastgewerbes zahlen heute schon ihren Auszubildenden weit mehr, als es der Gesetzentwurf der Bundesregierung ab 2020 vorsieht. Nach den DEHOGA-Länder-Tarifverträgen erhält aktuell ein Auszubildender im ersten Ausbildungsjahr zwischen 620 bis 770 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr zwischen 680 bis 900 Euro und im dritten zwischen 780 bis 1.035 Euro. Im Übrigen sind die Industrie- und Handelskammern der Garant dafür, dass die Ausbildungsvergütung in allen Betrieben nie mehr als 20 Prozent unter Tarif liegt.

  2. Der DEHOGA hält eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung für überflüssig. Zudem birgt sie das Risiko, zum Spielball politischer Überbietungswettbewerbe zu werden und schwächt die Tarifautonomie. Richtig wäre es, die Festlegung der Höhe der Ausbildungsvergütung weiter den Tarifpartnern zu überlassen. Aufgrund ihrer Branchenkompetenz und Sachnähe können sie die Angemessenheit der Vergütung am besten beurteilen.



Ansprechpartner: LGF Dr. Thomas Geppert

Stand: Mai 2019